
Warum gerade Island
Die wichtigsten Aspekte im direkten Vergleich:
Geografie und Natur
Schweiz: Geprägt von alpinen Hochgebirgen, tiefen Tälern, dichten Wäldern und malerischen Seen. Die Natur ist seit Jahrhunderten stark durch den Menschen kultiviert, landwirtschaftlich genutzt und dicht vernetzt.
Island: Eine geologisch junge Vulkaninsel. Die Landschaft ist geprägt von kargen Mondlandschaften, riesigen Gletschern, aktiven Vulkanen, Geysiren und spektakulären Wasserfällen. Die Vegetation ist oft baumlos und die Natur wirkt rau, unberührt und ungezähmt.
Grösse und Bevölkerung
Schweiz: Hat eine Fläche von rund 41.285 km² und etwa 9 Millionen Einwohner. Das entspricht einer hohen Bevölkerungsdichte von rund 220 Menschen pro Quadratkilometer. Die Schweiz ist stark urbanisiert.
Island: Ist mit 103.000 km² flächenmässig etwa zweieinhalbmal so gross wie die Schweiz, hat aber nur knapp 400.000 Einwohner. Das ergibt eine extrem niedrige Bevölkerungsdichte von weniger als 4 Menschen pro Quadratkilometer. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben in der Hauptstadtregion Reykjavík, während das isländische Hochland praktisch unbewohnt ist.
Klima und Jahreszeiten
Schweiz: Gemässigtes mitteleuropäisches Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Warme Sommer und kalte Winter mit viel Schnee in den Bergen.
Island: Subarktisch. Dank des Golfstroms ist das Klima für die geografische Lage mild, aber extrem wechselhaft (oft windig und regnerisch). Typisch sind die extremen Lichtverhältnisse: Im Sommer gibt es fast 24 Stunden Tageslicht (Mitternachtssonne), während es im Winter nur wenige Stunden am Tag hell ist. Zudem kann man in Island regelmässig Polarlichter (Aurora borealis) bestaunen.
Wirtschaft und Lebenshaltungskosten
Beide Länder gehören zu den teuersten der Welt, wobei sich die Lebenshaltungskosten auf einem ähnlichen Niveau bewegen und sich je nach Wechselkurs abwechseln.
Schweiz: Starke Wirtschaft durch Finanzplatz, Pharmaindustrie, Uhren und Präzisionsmaschinenbau. Stark föderalisiert und in das Herz Europas eingebettet.
Island: Die Wirtschaft ist stark abhängig von der Fischereiindustrie, erneuerbaren Energien (Geothermie) und einem stark wachsenden Tourismus. Wegen der Abgelegenheit der Insel sind die Importkosten für viele Güter sehr hoch.
Kultur und Lebensgefühl
Schweiz: Geprägt durch die Mehrsprachigkeit (Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch) und den Einfluss der direkten Nachbarländer. Die Kultur ist geprägt von Traditionen, Konsenspolitik und lokaler Verbundenheit.
Island: Isländisch ist eine sehr alte germanische Sprache, die sich kaum verändert hat. Die Kultur ist stark von den alten Sagas, der isländischen Musikszene und einem tiefen Glauben an die Natur (und Elfen/Trolle) geprägt. Aufgrund der harten Bedingungen in der Geschichte mussten die Isländer stets eng zusammenhalten.
Sicherheit und Kriminalität
Beide Länder sind extrem sicher.
Island: Belegt seit vielen Jahren konstant den 1. Platz im Global Peace Index als das friedlichste Land der Welt.
Schweiz: Befindet sich ebenfalls in der Spitzengruppe der sichersten Länder weltweit.
